Verkehrsplanung

Optimierungspotenzial Bodensee-Radweg

Der Bodensee-Radweg ist eine rund 260 km lange Radroute rund um den Bodensee. Er gilt mit über 220’000 Radfahrenden pro Jahr als eine der beliebtesten Radrouten Europas und ist von grosser touristischer Relevanz. Im Sommerhalbjahr kommt die Infrastruktur oft an ihre Kapazitätsgrenze. Die Standortkantone St. Gallen und Thurgau möchten das Qualitätslevel auf dem rund 50 km langen Schweizer Abschnitt in Bezug auf Komfort, Fahrfluss, Infrastruktur und visuellen Genuss optimieren.

Die asa AG trug Grundlagendaten und Informationen aus bestehenden Planungen zusammen und dokumentierte die ermittelten Defizite auf einer Befahrung. Ein spezieller Fokus wurde auf Abschnitte gelegt, wo der Bodensee-Radweg von anderen Nutzungen überlagert wird (z.B. Zentrumsgebiete, Wanderwege, Badebetrieb). Für den gesamten Schweizer Bodensee-Radweg wurden der IST-Zustand, die Einschätzung des Handlungsbedarfs und der angestrebte SOLL-Standard in einer GIS-Datenbank erfasst.

Basierend auf Erfahrungswerten und Empfehlungen aus der Fachliteratur wurde als anzustrebender SOLL-Standard der Begegnungsfall von zwei und zwei Velofahrenden definiert (rund 4 m Wegbreite). Fussgänger sollen grundsätzlich separat geführt werden. Auf Streckenabschnitten mit beengten Raumverhältnissen ist der SOLL-Standard situationsspezifisch reduziert.

Für gemeinsam mit den Auftraggebern ausgewählte Strecken wurden konkrete Massnahmenvorschläge ausgearbeitet, die im Rahmen des Agglomerationsprogramms St. Gallen – Bodensee realisiert werden sollen. Die gesamten Daten stehen den Auftraggebern als GIS-Datenbank sowie in Form von Plänen und Listen für die künftige Bewirtschaftung zur Verfügung.

Die asa AG (David Reinhard) hat im Infobulletin 01/2020 der Velokonferenz Schweiz einen Fachbeitrag zu diesem Projekt publiziert. Hier geht es zum pdf-Dokument.