Verkehrsplanung
Neubau Zürcher RehaZentrum Wald: Verkehrslösungen für eine sichere Erschliessung
Die bestehende Klinik auf dem Faltigberg in Wald ZH erfüllt die Anforderungen an ein modernes Rehabilitationszentrum nicht mehr. Mit dem geplanten Ersatzneubau in unmittelbarer Nähe bleibt der Standort erhalten und wird langfristig gestärkt.
Aus einem anonymen Architekturwettbewerb 2020 ging das Büro Liechti Graf Zumsteg Architekten ETH SIA BSA AG aus Brugg als Sieger hervor. Der kantonale Gestaltungsplan «Zürcher RehaZentrum Wald», der im November 2023 festgesetzt wurde, schafft die planungsrechtliche Grundlage für den Neubau.
Für die Baueingabe Ende 2024 bearbeitete die asa AG zentrale verkehrsplanerische Fragestellungen rund um die Erschliessung des neuen Klinikstandorts.
Sichere Erschliessung dank angepasstem Temporegime
Im Bereich der Klinik gilt heute eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Angesichts der Kliniknutzung, der beschränkten Sichtweiten und der lediglich fünf Meter breiten Fahrbahn der Faltigbergstrasse ist dieses Temporegime kritisch.
Die asa AG erarbeitete deshalb die Grundlagen und das Argumentarium für eine Reduktion auf Tempo 50. Ein entsprechendes Gesuch kann nach Fertigstellung des Neubaus und auf Basis von Geschwindigkeitsmessungen eingereicht werden. Ziel ist eine deutlich sicherere und besser wahrnehmbare Zufahrt zum RehaZentrum.
Kompakte und funktionale Anlieferung
Die Anlieferung des neuen Klinikkomplexes erfolgt direkt ab der Faltigbergstrasse. Neben der Befüllung des Flüssiggastanks müssen im Untergeschoss zwei Umschlagstellen für Waren bedient werden.
Auf engem Raum untersuchte die asa AG die erforderlichen Fahrmanöver verschiedener Transportfahrzeuge und wies deren Befahrbarkeit fahrdynamisch nach. Damit ist gewährleistet, dass sämtliche Lieferungen effizient und sicher abgewickelt werden können.
Hindernisfreie Bushaltestelle mit Wendeschlaufe
Die im kantonalen Gestaltungsplan dargestellte Bushaltestelle und der Wendeplatz mussten im Rahmen des Projekts konkretisiert werden. Die ursprünglich vorgesehene Busbucht lässt sich nicht hindernisfrei ausbilden und genügt den betrieblichen Anforderungen nicht.
Die asa AG entwickelte deshalb einen neuen, raumeffizienten Lösungsansatz. Dieser berücksichtigt die anspruchsvolle Topografie, die hohen gestalterischen Ansprüche an den Ort, den hindernisfreien Zugang zum öffentlichen Verkehr sowie die betrieblichen Anforderungen der Verkehrsbetriebe.
Vorgesehen ist eine definitive Bushaltestelle mit Wendeschlaufe, welche ein 180°-Wendemanöver sowie das Abwarten der erforderlichen Standzeit (Endhaltestelle) ermöglicht. Die Umsetzung erfolgt nach dem Rückbau des Käsereigebäudes und der notwendigen Terrainmodellierung. Bis dahin ist für die Realisierungsphase der Klinik ein funktionales Haltestellenprovisorium vorgesehen, dessen Organisation und Nachweis ebenfalls durch die asa AG erarbeitet wurden.
Interdisziplinär zum Ziel
Das Projekt entstand in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Planungsteam:
- Architektur und Städtebau: Liechti Graf Zumsteg Architekten ETH SIA BSA AG
- Landschaft und Umgebung: david&vonarx landschaftsarchitektur gmbh
- Verkehr und Erschliessung: asa AG