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Karl Beer (1886-1965) sprach an der Vernissage
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... glücklich über das gelungene Werk
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Karl Beer wird verdichtet

Die persönlichen Worte von Köbi Gantenbein, Hochparterre anlässlich der Vernissage vom 11. April 2019.

Beer heisse ich. Karl Beer, Architekt. Heute brachte die Post mir ein Päckli von Martin Eicher. Ein Buch drin, in dem das Büro asa behauptet, es baue die Gartenstadt weiter. Nicht mit Häusern tun die das, wie wir die Gartenstadt bauten während und nach dem Krieg in Zürich, sondern mit Beiträgen. Drei Stück in Schwamendingen, Seebach, Albisrieden. asa kannte ich nicht, weil ich ja schon 13 Jahre tot war als Martin Eicher und die Seinen 1978 begonnen haben. asa ist schön, das Wort kann man von vorne und von hinten lesen. Die asas haben aus dem Namen ja auch ein reizendes Bildli gemacht, das hintere «a» auf den Kopf stellend. asa tönt skandinavisch - grosse Birkenwälder, weite Seen, sozialdemokratische  Schönheit. Er heisst aber Arbeitsgruppe für Siedlungsplanung und Architektur. Ein grosses Bild im Buch zeigt, dass hinter dem Namen mit den 14 Silben eine frohe Truppe ist, locker bekleidet, kurze Hosen, Rucksäcke - so tanzen sie zwischen Sonne und Schatten in der Steilkurve auf dem Dach der alten Fiatfabrik in Lingotto bei Turin, wo die Autos einst alle im Kreis fahren mussten, bevor sie auf die Strasse durften. Grossartige Architektur, ich war auch einmal dort mit meinem Büro. Aber wir trugen alle graue Anzüge von PKZ, weisse Hemden, schmale Krawatten und Frauen mit Rucksäcken und kurzen Hosen - nein die gab es damals nicht als wir nach dem Zweiten Weltkrieg die Gartenstadt gebaut haben. Frauen hatten wir keine im Büro, nur zwei Fräulein für die Buchhaltung und das Telefon. Wahrscheinlich hatte Martin Eicher ein schlechtes Gewissen, dass er mir das Buch schickte, denn für ihren ersten Beitrag hat asa meine vier Reihen an der Heerenwiese in Schwamendingen abgerissen. Schmucke, zweistöckige Riegel, Balkone, viel Grün. Ich hatte Freude, dass er an mich dachte. Denn das passiert unsereins, die wir den Alltag gebaut haben, ja selten, wenn wir abgebrochen werden. Ich habe nichts dagegen dass mein Werk aus der Welt ist, denn ein Sozialdemokrat meiner Generation ist für den Fortschritt. Aber oft ist es ja so, dass die Nachgeborenen unsere Häuser abreissen, und statt ihnen dann Beiträge aufstellen, Marken platzieren und Lärm machen statt Häuser...

Die komplette Fassung der Laudatio können Sie direkt auf der Website von Hochparterre geniessen ...zur website hochparterre

Das Buch kann direkt unter info@asaag.ch für den Betrag von Fr. 35.- bestellt werden. Die Auflage ist limitiert.

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