Erdgeschoss
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Nordfassade (Fotomontage)
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Umbau Pfarreiheim Herrenberg
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Das Projekt Belle-Etage baut im Wesentlichen auf der historisch gewachsenen Dreiteiligkeit des Pfarrheimes auf. Anstelle einer grundlegenden Neukonzeption wird das umfassende Raumprogramm mit den einzelnen Funktionsgruppen so den einzelnen Hausteilen und Geschossen zugeordnet, dass die ursprüngliche Struktur auch nach einem Umbau noch lesbar bleibt.
Mit der Verlegung des Treppenhauses und einer Konzentration der Erschliessungsfunktionen im westlichen Hausteil wird der mittlere Bereich für die flächenintensiven Nutzungen freigespielt und es können sämtliche Saal- bzw. Vereinsräume in Anlehnung an die heutige Situation im Zentrum des Gebäudes angeordnet werden. Die neue Erschliessungszone mit Treppenhaus, Lift und Sanitärbereich wird vom Untergeschoss bis ins Dachgeschoss geführt und ermöglicht eine behindertengerechte Erschliessung sämtlicher Geschosse.
Der Vereinsraum im Erdgeschoss steht in direkter Beziehung zum vorgelagerten Hofraum und ist über die durchgehende Erschliessungszone bzw. den Haupteingang direkt erreichbar.
Eine besondere Stellung nimmt der Saalraum im ersten Obergeschoss ein. Der Raum spannt sich über die gesamte Gebäudetiefe und wird zum Strassenraum neu mit einer grosszügigen Verglasung und vertikalen Holzlamellen versehen. Diese 'Neuinterpretation' der heutigen Riegelfassade ermöglicht eine optimale Belichtung und Belüftung des Saales und gleichzeitig wird der öffentliche Charakter des Pfarrheims zum Strassenraum hin dokumentiert.
Der Versammlungs- und Gesangsraum im Dachgeschoss wird bis zum First geöffnet und gewinnt dadurch an Grosszügigkeit. Anstelle der heute bestehenden Lukarne wird der Raum über ein schmales, langes Lichtband belichtet und es resultiert gleichzeitig eine Beruhigung der heute überladenen Dachlandschaft.
Währenddem die baulichen Veränderungen eine grundlegende Neugestaltung der Fassade zum Strassenraum zur Folge haben, wird auf der Hofseite weitgehend am heutigen Bestand festgehalten bzw. die Eingriffe werden auf ein Minimum beschränkt. In diesem Bereich hat die 'historisierende' Gestaltung aufgrund seines unmittelbaren Umfeldes nach wie vor seine Berechtigung und gleichzeitig kann mit dieser Grundhaltung das vorgegebene Kostenziel eingehalten werden.
Studienauftrag 2006 (1.Rang).
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